03. Mai 2017 |

Quartalsergebnis der Swisscom

Swisscom steigert den Gewinn auf Kosten des Personals. syndicom verlangt, dass die Gewinne in das Personal investiert werden.

Der Telekomriese hat für das erste Quartal 2017 trotz insgesamt stagnierenden Umsätzen eine Steigerung des Reingewinns um 2,5% im Vorjahresvergleich erzielt. Der Reingewinn für die ersten drei Monate 2017 beträgt insgesamt 373 Millionen Franken. Gleichzeitig streicht Swisscom Stellen. Damit setzt Swisscom das Personal unnötig unter Druck und löst bei den MitarbeiterInnen Verunsicherung aus. Swisscom täte gut daran, in die Weiterbildung und Umschulung des gut qualifizierten und motivierten Personals zu investieren. Das Geld für eine sozial verantwortliche Personalpolitik ist vorhanden. syndicom wird für eine Kostenoptimierung auf dem Buckel des Personals keine Hand bieten.

Swisscom muss das Personal in die Planung einbeziehen
Die stagnierenden Umsätze im Kerngeschäft waren absehbar. Bisher hat Swisscom bei vorhersehbaren negativen Entwicklungen ihre soziale Verantwortung wahrgenommen und zusammen mit den Sozialpartnern sozialverträgliche Lösungen für das Personal gesucht. Nun scheint Swisscom eine Kehrtwende in der Personalpolitik zu vollziehen und versucht, Gewinnsteigerungen auf Kosten des Personals durchzusetzen. Sollte Swisscom diese personalfeindliche Politik weiterführen, wird sich syndicom mit ganzer Kraft dagegenstemmen. Wir bieten keine Hand für Personalabbau auf Vorrat. Vielmehr sollte Swisscom wieder die strategische Personalplanung zusammen mit den Sozialpartnern verstärken, um unnötigen Personalabbau zu vermeiden.

Investitionen in Forschung und Entwicklung
syndicom begrüsst die vorgesehenen Investitionen in die Netzinfrastruktur, erachtet aber diese Massnahmen allein als ungenügend. Swisscom ist angehalten, neue Geschäftsfelder zu entwickeln, die auch für das Personal neue Handlungsspielräume eröffnen. Die vom Bund vorgegebene Dividendenabschöpfung ist bei stagnierenden Wachstumsaussichten ein zu enges Korsett. Eine Lockerung der Dividendenabschöpfung würde den Gewinndruck mindern, der am Ende an das Personal weitergegeben wird.


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