06. April 2017 |

Post Kanton Basel-Landschaft - Kahlschlag wird Realität: Post jetzt stoppen!

Der Abbaureigen bei den Poststellen geht weiter. Heute wurde bekannt, welche Poststellen im Kanton Basel-Landschaft geschlossen werden sollen. Der befürchtete Kahlschlag droht Tatsache zu werden. Die Post ignoriert die Signale der Politik und treibt den Abbau in verschärfterem Tempo voran.

10 Poststellen schliessen
Im Kanton Basel-Landschaft hat syndicom in ihrer Gefährdungskarte 23 Poststellen als gefährdet eingestuft. Zehn davon droht nun die Schliessung (Basel 23, Diegten, Reigoldswil, Zunzgen, Grellingen, Hölstein, Läufelfingen, Bottmigen, Thürnen und Zwingen). Aber auch für alle anderen Poststellen gibt die Post keine Garantie, dass diese über 2020 hinaus noch existieren werden.

Was die Post an alternativen Angeboten präsentiert, ist ungenügend. Sie decken jeweils nur einen ganz kleinen Teil des Service ab und trotzdem versucht die Post, sie als gleichwertige Zugangspunkte zu verkaufen. Auch den Postagenturen wird nur ein stark reduzierter Service angeboten. Schlicht ein Hohn ist es, dass die Post die attraktiveren Öffnungszeiten anpreist - läge es doch in ihrer Hand, die Öffnungszeiten von Postellen an die Kundenbedürfnisse anzupassen.

Politik fordert Kurswechsel
Gerade dieser Umstand wird in der Politik derzeit stark kritisiert. In einer Motion fordert die Kommission für Verkehr- und Fernmeldewesen des Nationalrats (KVF-N), dass der Grundversorgungsauftrag neu definiert wird. Genau der jetzt im Kanton Basel-Landschaft begonnene Abbau soll verhindert werden, indem die Erreichbarkeitskriterien neu definiert und der Grundversorgungsauftrag erweitert werden.

Post missachtet Politik und Bevölkerung – Abbaustopp jetzt!
Die Reaktion der Post zeigt, dass die Post die politische Diskussion nicht nur missachtet, sondern ihre Pläne sogar noch beschleunigt. Das erfordert eine dringende Reaktion der Politik. Der Kahlschlag muss mit einem Abbaustopp sofort ausgesetzt werden, ansonsten wird die Post die Schweizer Bevölkerung vor vollendete Tatsachen stellen.

Offensichtlich ist auch, dass die Gespräche mit den Kantonen eine reine Farce sind. Auch lässt die Post die Sozialpartnerschaft immer mehr zur Worthülse verkommen. Trotz anderslautenden Abmachungen wurden die Gewerkschaften über die Schliessungspläne nicht vorinformiert.


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